Geschichte der FDP-Landtagsfraktion in NRW
1985-1990
Die übermächtige SPD und starke Oppositionsarbeit
Mit dem früheren Düsseldorfer Regierungspräsidenten Dr. Achim Rohde als Spitzenkandidat und einem dynamischen Wahlkampf unter dem Motto, „Sag ja!“, gelingt der Wiedereinzug ins Düsseldorfer Parlament. Im Mai 1985 erhält die F.D.P. nun sechs Prozent der Stimmen und 14 Landtagsmandate. Rohde wird für die nächsten zehn Jahre Fraktionsvorsitzender. Er sammelte bereits in den 60er Jahren als persönlicher Referent im Ministerbüro des freidemokratischen Wirtschaftsressorts wichtige politische Erfahrungen. Wolfram Dorn und Horst-Ludwig Riemer, die bereits früher dem Landtag von NRW angehörten, kehrten in das Parlament zurück. Riemer wird an alter Wirkungsstätte Landtagsvizepräsident.Im willkommenen Wettbewerb mit der allein regierenden SPD unter Ministerpräsident Johannes Rau und der CDU, die mittlerweile seit fast zwei Jahrzehnten in der Opposition verharrte, bringt die F.D.P.-Fraktion frischen Wind in den Landtag. Sie setzt Wahlkampfthemen, welche auf die Modernisierung des Landes gerichtet waren, in einer Vielzahl von parlamentarischen Gesetzesinitiativen, Anfragen und Anträgen um. Zudem geht sie immer wieder mit kreativen Aktionen gegen den Allmachtsanspruch der absoluten SPD-Mehrheit an.
Im beginnenden Multimediazeitalter legt die F.D.P.-Landtagsfraktion besonderen Wert auf die „Verwirklichung der Chancengleichheit zwischen privaten Rundfunkanbietern und dem WDR“ (Gesetzesinitiative vom Januar 1986). Im Mai 1988 wechselt der Parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Dr. Fritz Schaumann, ins Bonner Bildungsministerium.
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