Geschichte der FDP-Landtagsfraktion in NRW
1962-1966
Erneute Koalition mit der CDU
Nach der engagierten Oppositionsarbeit der Jahre 1958 bis 1962 erzielt die NRW-FDP im Juli 1962 bei der Landtagswahl nun 6,9 Prozent der Stimmen und 14 Mandate. Nach zügigen Koalitionsverhandlungen bildet die FDP gemeinsam mit der CDU die neue Landesregierung.
Der bisherige Fraktionschef Willi Weyer übernimmt das Innenministerium und der Gummersbacher Unternehmensberater Gerhard Kienbaum das Wirtschaftsministerium.
Walter Möller, das „politische Urgestein“ von der Porta Westfalica, tritt an die Spitze der Düsseldorfer FDP-Fraktion. Ein Jahr später stirbt Wolfgang Döring unerwartet im Alter von 43 Jahren. Ein herber Verlust für die nordrhein-westfälische FDP.
Möller selbst stirbt dann im September 1969 im Amt. Ihm folgt der Wirtschaftsexperte Dr. Heinz Lange an der Fraktionsspitze. Zur Abmilderung der traditionellen kulturpolitischen Differenzen zwischen FDP und CDU trägt die Berufung von Dr. Hermann Kohlhase zum Staatssekretär im Kulturministerium ebenso bei wie die Einrichtung eines kulturpolitischen Ausschusses der Koalitionsfraktion.
Direkt zu Beginn der Legislaturperiode im Oktober 1962 wird Deutschland von der Spiegel-Affäre erschüttert. Besonders die Bundesminister der FDP forderten daraufhin den Rücktritt von Verteidigungsminister Franz Josef Strauß.
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