Geschichte der FDP-Landtagsfraktion in NRW
1975-1980
Ministerpräsident Kühn stolpert über "Stopp Koop"
Bei der Landtagswahl im Mai 1975 erzielt die NRW-F.D.P. dann 6,7 Prozent der Stimmen und 14 Sitze. Die Koalition mit der SPD wird fortgesetzt. | Bild: 
Wichtige landespolitische Akzente setzt die F.D.P. mit der Bildungspolitik als langfristigem Schwerpunkt der Fraktionsarbeit. Das gelingt ihr selbst in den 70er Jahren – einer Zeit intensiver Bildungsreformdebatten. Unter dem Motto „Chancengleichheit durch bessere Bildungsangebote“ forciert die Landtagsfraktion den flächendeckenden Ausbau der Schul- und Weiterbildungslandschaft in Nordrhein-Westfalen. Dazu zählt neben der Verabschiedung des ersten Weiterbildungsgesetzes im Land sowie einer Gründungswelle neuer Hochschulen auch das gewagte Projekt der so genannten Kooperativen Schulen – ein Prestigeobjekt von Ministerpräsident Heinz Kühn. Dr. Horst-Ludwig Riemer unterzeichnet 1975 mit Ministerpräsident Heinz Kühn den sozial-liberalen Koalitionsvertrag
|Vorgesehen ist Gemeinsames Lernen bis zur sechsten Klasse, Zusammenführung von Haupt- und Realschule samt (freiwilliger) Angliederung von gymnasialen Zweigen. Fast 30 Prozent der wahlberechtigten NRWler stoppen die Kooperativen Schulen allerdings am 1. März 1978 in einem Volksbegehren, dem so genannten "Stopp Koop". Kühn gibt kurze Zeit später sein Amt an Johannes Rau ab, der bis zum Ende der Legislaturperiode 1980 mit der F.D.P. weiterregiert.
Zu Beginn des Jahres 1980 übernimmt dann der Bildungspolitiker Wolfgang Heinz, der seit 1973 als Parlamentarischer Geschäftsführer tätig ist, den F.D.P.-Fraktionsvorsitz im Düsseldorfer Landtag. Sechs Wochen zuvor ist nach erheblichen innerparteilichen Auseinandersetzungen im Wirtschaftsministerium Horst-Ludwig Riemer durch die Finanzexpertin Liselotte Funcke ersetzt worden, die in die Landespolitik zurückkehrte.
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